LX900e randlos Drucken - Tutorial

Alles was mit Etikettendrucker-Systemen zu tun hat, kommt hier rein. Z.B. PRIMERA LX900, PRIMERA CX1200, EPSON TM-C, SWIFTCOLOR SCL. Auch Zubehör wie Etikettierer und Etikettenzuschneide-Systeme usw.
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LX900e randlos Drucken - Tutorial

Beitragvon ForumAdmin#1 » 03 Sep 2013, 09:52

Hallo,

heute möchte ich ihnen den Weg für das randlose Drucken eines Farbetikettes auf dem LX900e Rollenetikettendrucker sozusagen mit Boardmitteln "Out of the Box" erläutern.
Zum Einsatz kommt hierbei das beiliegende Etikettendruckprogramm Nice Label SE in der Version 4 oder 5.

Vorraussetzungen:
Der LX900e-Drucker sollte bereits installiert und angeschlossen, sowie angeschaltet sein. Das Programm "PTStatus" dient als Kommunikationsschnittstelle zwischen Betriebssystem und Drucker, und sollte auch installiert sein.

Sie haben eine Etikettenrolle mit ausgestanzten Etiketten, Beispielhalber nehme ich hier ein Format 100x60mm Rechteckig an.

Randloses Drucken:
Der LX900e ist in der Lage Etikettenmaterial randlos mit Farbe zu bedrucken. Man muss dabei überdrucken, das heißt, man muss über den Rand des Etikettes hinweg drucken bis auf das Trägermaterial.
Ist der Überdruck zu groß, kann es vorkommen, das später beim Aufwickeln oder verarbeiten die noch nicht getrocknete Tinte vom Träger zu Verschmutzungen führt, überdruckt man jedoch zu wenig, können die Produktionstoleranzen(links/rechts-Position der Etiketten auf dem Träger), sowie die Laufstabilitätstoleranz(in Laufrichtung) dazu führen, dass es einen unbedruckten Rand gibt.
Es gibt Designs die gar nicht für den Vollflächigen druck geeignet sind, vor allem solche, welche einen Rahmen nach an den Etikettenkanten haben. Hier führt eine Verschiebung des Druckbildes unter einem halben Millimeter schon zu bemerkbaren Effekten.

Schritt eins:

Öffnen Sie Nice Label, und legen Sie eine Bühne an, importieren Sie dann das zu druckende Bild auf die Bühne.
Merke: Die Bühne in Nice Label BEGRENZT den Druckbereich des LX900e. In unserem Fall heisst dies folgendes; Wenn wir eine Bühne mit 100x60mm anlegen, können wir NICHT randlos drucken, denn wir überdrucken nicht. Irgendwo wird dabei dann immer ein unbedruckter Rand zu sehen sein.
Merke: Lege die Bühne immer einen mm in beide Dimensionen größer an, als das zu bedruckende Etikett physikalisch groß ist, so ist Überdruck erst möglich.

Wir wählen also wenn uns Nice Label nach den Maßen fragt 101x61mm. Und importieren das Bild auf die Bühne.

Schritt zwei:

Wenn Sie das Bild Tool aus der Werkzeugleiste klicken, danach auf eine beliebige Stelle auf der Bühne klicken, bekommen Sie den Windows-Datei-Auswahldialog zum aussuchen Ihres Bildes. Hierbei zeigt Nice Label immer nur die Dateiformate an, welche auch verarbeitet werden können. Für ein möglichst gutes Druckergebnis sind Tiff oder BMP Dateien mit einer Mindestauflösung von 300dpi empfohlen.
JPG-Dateien sind mit einer verlustbehafteten Kompression gespeichert, weswegen sie sich weniger für Qualitativen Druck eignen.

Wenn Sie nach der Auswahl einer Datei das Bild auf der Bühne angezeigt bekommen, kann es sein, dass das Bild kleiner angezeigt wird, wie Sie es erwarten.
Dies liegt an der Tatsache, dass Nice Label die Bilddatei über den Druckertreiber importiert.
Die verschiedenen Qualitätsstufen für den Druck bedingen also den eingestellten DPI-Wert der Bühne. Hierbei ist die Einstellung "Quality 1(fastest)" gleichbedeutend mit 300dpi.
Sollten Sie also ein 300dpi Bild auf der Bühne passgenau anordnen wollen, empfiehlt sich vor dem Import in den Druckereinstellungen die Qualitätsstufe auf 1 zu stellen. Ist das Bild dann einmal auf der Bühne, kann man die Druckqualität getrost umstellen.

Merke: Wir haben also nun ein Design in 300dpi mit den Maßen 101x61mm erstellt und dies zentral auf die Bühne importiert.

Schritt 3:
Das Etikettenmaterial, in meinem Fall ein Glanzpapier in Weiß mit den Maßen 100x60mm wird in den Drucker eingelegt. Ich schaue jedoch vorher sicherheitshalber im Statusmonitor unter "Sensormodus" nach, ob auch "Etiketten mit Lücke" angeklickt ist.
Der Drucker kalibriert und reinigt den Druckkopf, ich warte bis die Power-LED dauerhaft leuchtet und die anderen LEDs aus sind.
Dann gebe ich einen Druckauftrag von 2 Etiketten um den Ausdruck zu begutachten.

Schritt 4:
Der Drucker hat das Etikett nun 2x ausgedruckt. Beim ersten Etikett ist links ein 1mm breiter weißer Rand, beim zweiten Etikett ist dieser Rand kleiner aber immer noch zu sehen.
Technisch bedingt ist erst beim zweiten gedruckten Etikett sichtbar wie das Etikettenmaterial durch den Drucker läuft. Das erste Etikett ist immer ein wenig in eine Richtung verschoben. Daher macht die Anpassung des Aufdruckes nur auf der Basis dieses zweiten Etikettes Sinn.

Wir gehen also nun zum Verschieben des Druckbildes auf dem Etikett in den Statusmonitor
hier sehen Wir den Aufdruck und den Drucker, wie er vor einem auf dem Tisch steht illustriert. Nun kann man die Parameter "linker Rand Offset" und "Top of Form" dazu verwenden den Ausdruck auf dem Etikett zu positionieren.

Ich habe links einen halben Millimeter unbedruckbarer Bereich also stelle ich den "left Margin" Wert auf "-10" ein.

Nun drucke ich nochmals 2 Etiketten.


Jetzt erhalte ich ein perfekt randlos gedrucktes Etikett.


Wenn Sie Anmerkungen haben, kommentieren Sie diesen Beitrag.



Grüße

David Buballa
http://www.onepoint.de

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